DUAL CS 721
Arbeiten die wir an diesen Geräten schon gemacht haben:
  • Motorsteuerung überholt / eingestellt / umgebaut
  • Mechanik kpl zerlegt gereinigt und neu gefettet
  • Motor zerlegt und überholt
  • Arm repariert
  • Liftmechanik repariert
  • Chassis aufgearbeitet

Spezifikationen:

  • Gerätetype: Plattenspieler
  • Einstellung: vollautomatisch
  • Drehzahlbereiche 33 1/3, und  45U/Min
  • Baujahr: 1976

Bemerkungen:

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    Wunderschöner schwerer Direkttriebler, mit Einstellbarer Höhe und Drehzahl, sehr elegant mit den Steuerhebel, die der Nachfolger 731q leider verloren hat.

     

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    Wenn wir einen 721er zur Reparatur bekommen weis ich immer nicht, ob ich diesen mehr mag als meinen 701er, der ja einer meiner absoluten DUAL-Stars ist. Die Technik überzeugt heute noch. Selbst heuteige 1000Euro-Dreher steckt er mit Qualität, Präzision und vor allen Langlebigkeit in die Tasche. SO und nicht anders muß ein (klassischer) Plattenspieler sein. Kommt ja auch aus dem Schwarzwald :)

     

Nachtrag:

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    Wir reparieren sehr viele DUAL´s, man sieht dabei wirklich die wildesten Bastelarbeiten und auch die unmöglichsten Fehlerquellen. So kam einmal ein 721er der unregelmäßig lief und auch derbe Geräusche von sich gab sobald der Teller zu drehen begann. Der Kunde hatte ihn gebraucht (revidiert?) erstanden. Dachte aber der Fehler kommt von der Elektronik und hat ein Bastelkit aus der Bucht erstanden (Leute lasst die Finger davon, die angebotenen Bauteile sind Z-Ware, die man nur noch in die Tonne klopfen kann!!) Nach dem "einbraten" war es dann auch nicht besser. Dann kam er zu uns. Was wir sahen als wir das Lager öffneten war so grausam das ich Bilder davon machen mußte, das glaubt sonst keiner. Die Lagerspitze des Motors war in die Sinterpille(Lagerspiegel) gefressen. Also entweder hat der Vorbesitzer dauerhaft einen "Fußstopper" (Plattentellergewicht) verwendet oder er ist tausende von Stunden im Dauerbetrieb gelaufen, was wahrscheinlich ist, denn der Rest der Mechanik sah nicht viel besser aus bzw war auch total verbastelt :(

     

    Im ersten Bild sieht man das Ausmass des Schadens, Lagerdorn und Lagerspiegel massiv abgeschmirgelt/eingefressen. Also haben wir den Motor komplett zerlegt und zuerst einmal die Sinterpille aus der Einstellschraube entfernt, dabei die Verpressung ausgedreht. Die Pille und die Einstellschraube gereinigt, die Pille in S-Lageröl heiß eingelegt und gedreht wieder eingebaut (Bild 2/3).

     

    Der Lagerdorn hat mindestens 1mm eingebüßt, die Spitze war weg.(Bild 4). Also die "Spitze" über Drehmaschine neu ausgearbeitet, was eine absolute Quälerei war, da der Chromstahl verständlicherweise extrem hart ist. Wir haben uns beim Bearbeiten der Spitze aber statt zu einem Dorn, zu einer Halbkugel (Bild 5) entschieden, um das Auflagegewicht großflächiger auf die Sinterpille zu verteilen und mit entsprechendem Schmiermittel "schwimmt" die Halbkugel dann auf dem Lager, so das sich die Reibung in Grenzen hält. Nach dem Schmieren und dem Zusammenbau (Bild 6)mußte nur noch mit der Messingschraube grob eingestellt werden für den Freilauf des Magneten über den Spulen. Feineinstellung wird dann gemacht wenn die zermurkste Elektronik repariert ist, im Betrieb, wenn alles eingestellt wird bevor er wieder in die Zarge kommt.

     

 

Infos:

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